Dänemark und andere Länder schließen deutsche Lieferlücke nach Südkorea

Dänemark hat als Schweinefleischexporteur im vergangenen Jahr kräftig von Deutschlands Problemen mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) profitiert. Wie die Marktanalysten des Dachverbandes der dänischen Land- und Ernährungswirtschaft (L&F) berichteten, sind 2021 aus dem nördlichen Nachbarland insgesamt 25 300 t Schweinefleisch nach Südkorea geliefert worden, was einem Anstieg von rund 175 % zum Vorjahr entsprach.
Der enorme Zuwachs basiert nach Einschätzung der Marktbeobachter auf dem weitgehenden Ausfall Deutschlands. Nachdem die ASP in der Bundesrepublik aufgetreten sei, seien die Ausfuhren zum Vorjahr um mehr als 96 % auf nur noch rund 2 800 t eingebrochen. Dänemark wie auch andere EU-Länder hätten diese Lücke ausgeglichen.

Dänemark ist damit 2021 beim Schweinefleisch zum siebtwichtigsten Lieferanten Südkoreas aufgestiegen. Mit weitem Abstand angeführt wird diese Liste von den USA. Diese haben 2021 etwa 139 400 t Schweinefleisch nach Südkorea geliefert, was allerdings einen Rückgang von rund 10 % gegenüber 2020 bedeutete. Die Gesamteinfuhren des asiatischen Landes hatten auf Jahressicht gleichwohl zugelegt, und zwar um gut 3 % auf 431 900 t.

Deutschland hat mit Südkorea und anderen Ländern wie China, Japan oder den Philippinen bislang noch kein Regionalisierungsabkommen abgeschlossen, weshalb diese einen Importstopp gegen die gesamte Bundesrepublik verhängten. Aufgrund dessen sind die gesamten deutschen Schweinefleischexporte in Drittländer von Januar bis Oktober 2021 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 48% auf 476 931 t eingebrochen. AgE


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