Dänemark will Blei in der Jagdmunition vollständig verbieten

Als erstes Land der Welt will Dänemark die Verwendung von Blei in Jagdmunition vollständig verbieten. Umweltministerin Lea Wermelin und der Dänische Jägerverband haben sich darauf geeinigt, dass der Einsatz derartiger Munition voraussichtlich nach einer zweijährigen Übergangsphase ab 2023 in keiner Form mehr gestattet werden soll. Das nationale Moratorium soll das Verbot sicherstellen, bis eine entsprechende Regelung auf europäischer Ebene umgesetzt ist. Die Jagd mit Bleischrot ist in Dänemark schon länger untersagt. Auch hier war das Land internationaler Vorreiter.
"Blei ist ein Schwermetall, das weder in die Natur noch in unsere Nahrungskette gehört", stellte Wermelin im Anschluss an die Einigung zur Begründung klar. Auch die Jagd müsse in diesem Punkt nachhaltiger werden; deshalb freue sie sich insbesondere über die Unterstützung des Jägerverbandes, mit dem man gemeinsam nach Alternativen zur herkömmlichen Munition gesucht habe.

Nach Angaben des Kopenhagener Agrarressorts werden jedes Jahr in dem Land rund 200 000 Säugetiere bei der Jagd erlegt. Bislang entspreche dies bis zu 2 000 kg Blei, das auf diese Weise in die Umwelt oder in das Gewebe der Tiere gelange. In Ökosystemen schädige Blei insbesondere Wasserorganismen; auch könne das Schwermetall die Gehirnentwicklung und Lernfähigkeit von Kleinkindern beeinträchtigen. AgE


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